Worum geht’s?

Der Bungsberg ist bedroht! Die Stadtwerke München wollen in Zusammenarbeit mit der Gemeindevertretung Schönwalde und den örtlichen Grundbesitzern mitten im Naturpark „Holsteinische Schweiz“ einen Windpark mit extrem hohen Windkraftanlagen errichten.  Wenn diese Planungen realisiert werden, wird der Lebensraum von streng geschützten Tierarten zerstört, die gewachsene Kulturlandschaft irreversibel verändert und die Lebensqualität der Bewohner der umliegenden Dörfer vernichtet.

Zur Verhinderung dieser Pläne strengen wir einen Bürgerentscheid an.

Auf diesen Seiten wollen wir Sie möglichst breit über die Hintergründe informieren und  über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Der Bürgerentscheid

Sie können tatsächlich mitentscheiden.  Und diesmal zählt Ihre Stimme wirklich.

Wenn 30% der Wahlberechtigten der Gemeinde Schönwalde bei dem Bürgerentscheid mit „Ja“ stimmen (und das gleichzeitig die Mehrheit der abgegebenen Stimmen ist) ist das Projekt vom Tisch.

Auf den folgenden Seiten erklären wir die Einzelheiten des anstehenden Entscheids.  Sie finden dort sowohl allgemeine Informationen als auch die spezielle Form, die der Entscheid in Schönwalde haben wird.

Wann der Bürgerentscheid stattfindet, ist noch nicht abschließend erklärt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 

Argumente

Für eine Energiewende mit Sinn, Verstand und Augenmaß.

Warum eine Errichtung von Windkraftanlagen an ausgerechnet diesen Standorten ein schwerer Fehler wäre, sieht man direkt an den folgenden Argumenten:

Artenschutz

  • Seeadler und Rotmilan fliegen dort regelmäßig und haben Horste in der Nähe
  • Schleswig-Holsteins zweitgrößte Fledermauspopulation im Mönchneversdorfer Eiskeller ist nur wenige 100 Meter entfernt
  • Der Einfluss der Großanlagen auf viele weitere seltene Tierarten wie die Rotbauchunke ist nicht untersucht

Landschaftsschutz

  • Der Bungsberg mit Fernsehturm und Aussichtspunkt hat als identitätsstiftendes Wahrzeichen der gesamten Holsteinischen Schweiz eine besondere Schutzwürdigkeit.

Lebensqualität

  • Wenn 261 m hohe Windräder einen Abstand zur Wohnbebauung in Scheelholz von gerade mal 400 m haben, wird es für die Bewohner eine ununterbrochene Belästigung durch Lärm und Infraschall geben, Schattenwurf wird tagsüber und Lichtverschmutzung durch blinkende Lichter nachts ein permanentes Problem.
  • Die heimatliche ländliche Idylle wird zu einem gesichtslosen Industriepark degradiert .

Ökonomie und Verteilungsgerechtigkeit

  • Schleswig-Holstein produziert schon jetzt knapp doppelt so viel Strom wie es selbst verbraucht.  Wieso sollen wir die letzten freien Flecken auch noch für die Stadtwerke München hergeben?
  • Stand jetzt kann der produzierte Strom nicht einmal verbraucht werden, da die Verteilernetze voll ausgelastet sind.
  • Der wirtschaftliche Nutzen für die Gemeindekasse ist marginal: Die Einnahmen der Gemeinde würden um gerade 3% steigen.
  • In Langenhagen, Scheelholz und Mönchneversdorf kann ein Wertverlust der Grundstücke von bis zu 25% erwartet werden.

Vertiefende Analysen und Beiträge zum Thema

 

Aktuelles und Diskussion

Kommentare zu den Beiträgen

Kurz in eigener Sache:  Ich habe die Kommentarfunktion bis Ende Juli abgeschaltet.  Ist halt gerade Hauptsaison, oder, je nach Blickwinkel, Sommerferien. Ab Anfang August freue ich mich wieder über eine rege Teilnahme am Blog! Euer Administrator

Das Bürgerbegehren ist zugelassen.  Kommt es nun zum Bürgerentscheid?